Dienstag, 18. Januar 2011

Cloud-Systeme haben eine grosse Zukunft (cloud systems have a great future)

(see English version below)

Deutsch:


Ich denke Cloud-Systeme haben eine grosse Zukunft, weil die Nutzer dadurch nicht mehr auf eine bestimmte Hardware festgelegt sind. Man kann die Anwendungen mit jedem kompatiblen Webbrowser benutzen und mit der richtigen Administration und Installation sind die benutzten Daten sehr sicher aufbewahrt (durch mehrfache Redundanzen bei den Servern und redundante Datenspeicherungen auf mehreren Ebenen). Wenn man die Entwicklung von Datenträgern und Dateiformaten in den letzten Jahrzenten betrachtet, sieht man wie schnell so etwas veraltet ist. Wieviele private Computer-Nutzer haben heutzutage noch immer ein Diskettenlaufwerk oder ein Bandlaufwerk in häufiger Benutzung? Sicher wesentlich weniger als 1% der privaten Computer-Nutzer. Bald wird es für die Nutzer selbstverständlich sein, daß das Netz (Internet) sein persönlicher Computer ist, das Betriebsystem ist verteilt auf Client und Server. Die Nutzer haben die Möglichkeit von überall auf private Dateien zuzugreifen, ohne auf eine bestimmte Hardware angewiesen zu sein.

English:


I think cloud systems have a great future, because the users are no longer defined by a particular hardware. You can use the applications with any compatible web browser and with the proper administration and installation, the data used kept very secure (through multiple redundancies in the servers and redundant data storage on multiple levels). If you look at the development of media and file formats in the past decades, we see how fast something is out of date. How many personal computer users today still have a floppy drive or a tape drive in frequent use? Certainly much less than 1% of private computer users. Soon it will be obvious to users that the network (Internet) is his personal computer, the operating system is distributed across client and server. Users have the ability to access private files from anywhere, without having to rely on a specific hardware.

MD5 Fingerprint = f7ddde5259329ff61d9b0cf0909b83c7

Montag, 11. Oktober 2010

"Somewhere Over The Rainbow"

... freut sich jetzt Bruddah Iz
Sein eigentlicher Name - Israel Kamakawiwo'Ole - ist zu schwer für den normalen Sprachgebrauch. Zu schwer war auch er selbst: Der 340-Kilo-Mann starb vor 13 Jahren an Atemnot, doch sein Hit ist jetzt die Nummer 1.

Israel KamakawiwooleMächtiger Körper, zarte Stimme.


17 Jahre alt ist das Lied, jedenfalls in der Version des Hawaiianers Israel Kamakawiwo'Ole. Und er zeigt, wie wenig es braucht, um einen Hit zu landen: Eine wunderschöne Melodie, eine gute Stimme und ganz viel Emotion. Es ist die schönste Version eines Liedes, das bereits Judy Garland 1939 im "Zauberer von Oz" gesungen hat und viele inzwischen vielleicht für "abgenudelt" hielten. Nichts gegen Judy, aber der Ukulelen-Sound von Bruddah Iz, wie er sich nannte, hat eine Leichtigkeit, die jeden beschwingt mitwippen lässt.

Jetzt ist der "Sanfte Riese", wie seine Landsleuten und seine Fans ihn bezeichneten, auf Platz eins der deutschen Single-Charts gelandet. Ganz unbekannt ist uns seine Version dieses Klassikers, die im Original viel dramatischer und getragener daher kommt, nicht: In "Rendezvous mit Joe Black" (1998, mit Brad Pitt) und "50 erste Dates" (2004, mit Drew Barrymore und Adam Sandler) kamen wir schon in den Genuss dieses Sounds. Auch im “Emergency Room“ starb es sich schon schöner zu den Klängen der hawaiianischen Ukulele Israels: Dr. Marc Green verschwand, während "Over the Rainbow" lief, aus der Serie.

Bereits 2007 wurde das Medley "Over The Rainbow/ What A Wonderful World" in England wiederveröffentlicht und stieg dort in die Charts ein, seit September 2010 klettert Israel Kamakawiwo'Ole nun endlich auch in Deutschland unaufhaltsam die Chartleiter empor. Und trotz Millionen verkaufter Tonträger, großer Anerkennung und Bewunderung gilt er für viele immer noch als Geheimtipp – das dürfte sich nun ändern.

Sohn Hawaiis

Israel wurde die Liebe zur Musik quasi in die Wiege gelegt: 1959 wurde er auf der hawaiianischen Insel Oahu in einer Musikerfamilie geboren. Mit 15 Jahren gründete er mit seinem Bruder Skippy die Band "The Makaha Sons of Ni'ihau", ehe er neun Alben und zahlreiche Auszeichnungen später 1990 beschloss, sein Glück als Solokünstler zu versuchen. Das 1993 veröffentlichte Album "Facing Future" machte ihn auch über die Grenzen Hawaiis hinaus bekannt. Allein in den USA verkaufte es sich über eine Millionen Mal und das komplett ohne jeglichen Marketing- und Promotionaufwand. Besonders der Song "Over The Rainbow" verhalf ihm zu neuen Fans, die dankbar waren für seine Version eines überhörten Klassikers . Es folgten vier weitere überaus erfolgreiche Soloalben, die ihm auch prominente Zuhörer bescherte - dazu zählen Bette Midler, Adam Sandler, Jim Carey, Sarah Jessica Parker, Sean Connery, Drew Barrymore oder auch Paul Simon.

Israel Kamakawiwo'ole starb am 26. Juni 1997 mit gerade einmal 38 Jahren. Zehntausende Hawaiianer gaben ihm das letzte Geleit, als seine Asche im Meer verstreut wurde, und nahmen so von ihrem "Sanften Riesen" Abschied.

Von einer besseren Welt hat man sicher auch 1939 zu Judy Garlands Klängen geträumt - mal sehen, was wir 2010 daraus machen. Ich selbst höre diese Version seit Jahren immer wieder gern mal. Man findet das Lied mehrfach auf Youtube.

Montag, 9. November 2009

Tag des Mauerfalls das Event in Leipzig

Der Mauerfall an sich war mit Sicherheit aus deutscher Sicht das Top-Event der letzten Jahrzehnte, aber das Highlight zum 20. Jahrestag kommt von der Telekom. Da können noch so viele Gedenkfeieren zelebriert, schlaue Texte geschrieben oder Zeitzeugen interviewt werden, die Telekom hat mit ihrem "Chor ohne Grenzen" in Leipzig nicht nur einen Top-Marketing-Hit gelandet sondern auch DAS ultimative Zeichen gesetzt. Hunderte von Reisende singen am 8.11.2009 zusammen mit Paul Potts in Flashmob-Manier Beethovens "Ode an die Freude" im Hauptbahnhof von Leipzig. Gänsehaut garantiert!

Montag, 26. Oktober 2009

CD: Sohn aus dem Volk von Gunter Gabriel

Dreist, schmerzhaft, ehrlich und teilweise doch richtig gut gelungen: Gunter Gabriels Annäherung an das Spätwerk von Johnny Cash. Es gehört - je nach Sichtweise - schon einiges an Chuzpe oder Größenwahn dazu, sich so zu präsentieren, wie es Gunter Gabriel auf 'Sohn aus dem Volk' tut. Andererseits hat der 67-jährige Country-Sänger auch nichts mehr zu verlieren. Im besten Fall bemitleidete man ihn aufgrund seiner diversen Abstürze und Ausfälle, spätestens seit seiner Schimpftirade auf Arbeitslose galt er aber vielen nur noch als Persona non grata oder Witzfigur. Und so stürzt sich Gabriel jetzt kopfüber in ein Unternehmen, das eigentlich unmöglich ist: Mit 'Sohn aus dem Volk' will er Johnny Cashs legendärem Alterswerk, den 'American Recordings', nacheifern. Den Vergleich verhindern oder verleugnen will Gabriel dabei nicht. Die ungeschönten, dennoch ästhetischen Fotos in Schwarz-Weiß-Optik, der Untertitel 'German Recordings' und vor allem natürlich die düster-puristische Produktion - alles verweist eindeutig auf die US-Country-Legende. Und die programmatische Vorabsingle 'Ich geb den Rest für dich' (Refrain: 'Vor dir steht im Regen / Was von mir übrig ist / Du kannst es alles haben / Ich geb den Rest für dich') ist musikalisch und textlich schon verdammt nah an Johnny Cashs Nine-Inch-Nails-Cover und Tränendrüsensong 'Hurt'. Oder einfacher gesprochen: Was Gabriel hier abliefert, ist wahnsinnig dreist. Aber trotz aller Selbstüberschätzung, die man unterstellen kann: Das Album, das zum Großteil aus ungewöhnlichen Coverversionen besteht, funktioniert auf wundersame Weise. Zugegeben: nicht auf voller Länge. An Bowies 'Heroes' (auf Englisch, gemeinsam mit The BossHoss) überhebt auch er sich wie andere Künstler vor ihm. Und dass Gabriel irgendwann noch einmal das von Peter Fox sehnsüchtig besungene 'Haus am See' bezieht, ist auch kaum denkbar. Andererseits ist es erstaunlich, wie glaubwürdig sich Gabriel eine der größten Selbsthasshymnen überhaupt, Radioheads 'Creep' aneignet. 'Ich bin ein Nichts', singt der 67-Jährige und zieht eine kritische Lebensbilanz, die auch den Hörer nachdenklich macht. Zudem sind alle Songs von Wolfgang Stach (Guano Apes, BAP) so geschmackssicher produziert, dass man über einige Songauswahl-Schwächen guten Gewissens hinwegsehen kann. Und egal wie man zur Person Gabriel steht: Seinem großen Vorbild war er noch nie näher war als auf diesem Album. Künstler: Gunter Gabriel Genre: Country Erscheinungsdatum: 2009-10-23 Label und Vertrieb: Warner Bewertung: überzeugend EAN: 5051865638223 Eintrag aktualisiert, nun mit Video: